Bill & Melinda Gates Foundation

GAVI an vorderster Front bei Krebsbekämpfung

Helen Evans
27 August, 2012

Heute beginnt in Montreal der Welt-Krebs-Kongress. In diesem Rahmen nehme ich am „World Cancer Leaders’ Summit“ teil. Das Treffen gibt uns die Gelegenheit, Bilanz darüber zu ziehen, wo sich die Welt mit Blick auf die Krebsvorbeugung und -behandlung gerade befindet. Gleichzeitig werden wir aber auch mehr darüber erfahren, was getan werden kann und muss, um Krebs als lebensbedrohliche Krankheit für künftige Generationen zu beseitigen und welche Herausforderungen dies mit sich bringt.

Führungspersönlichkeiten aus dem Gesundheitssektor, von Regierungen und philanthropischen Organisationen sowie aus der Privatwirtschaft kommen hier zusammen, um innovative Wege zu diskutieren, um die weltweite Krebsepidemie zurückzudrängen. Ich bin froh und gespannt, Teil dieser Diskussionen sein zu können.

Photo: Olivier Asselin/GAVI/2009. Teenagerinnen laufen von der Schule in Makeni, Sierra Leone, nach Hause. Jedes Jahr sterben 270.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und weitere 500.000 erhalten die Diagnose, hauptsächlich in Entwicklungsländern. Es gibt sichere und effektive HPV-Impfungen, die 70% aller Gebärmutterhalskrebse verhindern kann. 

Seit 2000 hat die GAVI Alliance große Fortschritte dabei gemacht, arme Länder durch die Einführung neuer Impfstoffe dabei zu unterstützen, Hauptursachen von Kindersterblichkeit wie Lungenentzündungen und Durchfallerkrankungen zu bekämpfen.

GAVI ist auch im Bereich der Krebsprävention aktiv und bewirkt Veränderung. Durch die beschleunigte Einführung der Hepatitis B-Impfung in Entwicklungsländern konnten seit 2000 durch GAVIs Unterstützung etwa 3,7 Millionen Todesfälle durch Leberkrebs, welcher durch Hepatitis B entsteht, vermieden werden.

Dieser große Erfolg der Hepatitis B-Impfung, der ersten Impfung gegen Krebs, kann jetzt möglicherweise mit der Impfung gegen den Humanen Papillomavirus (HPV), dem Haupterreger von Gebärmutterhalskrebs, wiederholt werden.

Frauen in Entwicklungsländern haben häufig keinen oder nur sehr begrenzten Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen oder Gebärmutterhalskrebs-Behandlungen. Daher ist ein Impfstoff, der HPV verhindert, umso wichtiger.

GAVIs Unterstützung für HPV-Impfungen wird dabei helfen, Millionen Mädchen vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. Unter den verschiedenen Krebsarten ist Gebärmutterhalskrebs in armen Ländern die Haupttodesursache bei Frauen. Das Verstörende ist, dass diese Erkrankung häufig bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren auftritt; das heißt, in einer Lebensspanne, in der sie besonders wichtig für ihre Familien und die Kindererziehung sind. Die Kinder, die dann zurückgelassen werden, sind häufig nicht nur ihrer Mutter beraubt, sondern haben viel zu oft auch schlechtere Chancen auf gute Bildung und eine angemessene Gesundheitsversorgung.

Sofern GAVI günstige Preise der Impfstoffhersteller sicherstellen kann, gehen wir davon aus, dass wir die Impfstoffe den GAVI-förderberechtigten Ländern schon 2013 zur Verfügung stellen können, damit sie landesweit eingeführt werden können. Die Länder, die sich um GAVIs Unterstützung bei der HPV-Impfung bewerben, müssen allerdings zeigen, dass ihre Strategie zur Impfung von Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren in ihren nationalen Plan für Krebsprävention und -vorsorge integriert ist.

Durch die zunehmende Schwerpunktsetzung auf Prävention von Gebärmutterhalskrebs bin ich sehr hoffnungsvoll, dass die GAVI Alliance mit Impfungen dazu beitragen kann, Millionen Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs zu vermeiden. So kann GAVI dabei helfen, sicherzustellen, dass alle Frauen auf der Welt, ganz gleich, wo sie geboren sind, vor diesem schrecklichen Krebs geschützt werden können.

 
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